Globaler Aktionstag: NEIN zum “Maya”-Zug und die koloniale Schiene der DB
Lützerath, Berlin, Hamburg, Hannover, Münster, Leipzig, Frankfurt, Stuttgart, München, Düsseldorf, …
Mexiko City, Yucatán Halbinsel, …
Globaler Aktionstag gegen Ökozid & Vertreibung: NEIN zum „Maya“ Zug und der kolonialen Schiene der Deutschen Bahn
Die Recherche-AG des Netz der Rebellion, die Anti Colonial Alliance Berlin (ACAB),die Initiative Demokratischer Konförderalismus (IDK), das Ya-Basta-Netz und die Delegation des Congreso Nacional Indígena (CNI) in Europa rufen auf zur Teilnahme am Aktionstag gegen die DB und den Tren „Maya“
Die gesamte Geschichte der Deutschen Bahn (DB) ist von Profit durch Krieg und Ausbeutung gekennzeichnet.
Die Reichsbahn stellte die Infrastruktur für den Holocaust (1). DB Schenker transportierte später für den Faschisten Franco in Spanien.(2) Heute ist die DB-Tochter in 140 Ländern wie Katar und der Türkei aktiv und für
Rüstungstransporte in der ganzen Welt verantwortlich. In Deutschland nutzt „Deutschlands schnellster
Klimaschützer“ Strom aus dem Klimakiller Datteln IV, wo „Blutkohle“ etwa aus Kolumbien oder Russland
verbrannt wird, während die (indigene) Bevölkerung vor Ort vertrieben und Aktivistinnen* ermordet werden.(3)
Von einem weiteren „Projekt des Todes“ profitiert die DB Consulting und Engineering, die einen millionenschweren
Vertrag zur Beteiligung am zynisch benannten „Maya-Zug“ im Süden Mexikos ergattern konnte. Das 1500 km lange
Infrastrukturprojekt zerstört einen der letzten großen Regenwälder des Kontinents und bedroht 23
Naturschutzgebiete. Die Regierung enteignet, vertreibt und kriminalisiert die Menschen in der Region. Sie verletzt
ein UN-Abkommen, dass der indigenen Bevölkerung das Recht zusichert, über das Projekt mitzubestimmen. Und
am Ende ist es vor allem ein Projekt der mexikanischen Armee. Diese baut, verwaltet und profitiert von den
Gewinnen des „Maya-Zuges“, der weder ein Zug noch Maya ist.
Das Megaprojekt muss im Zusammenhang mit weiteren Vorhaben in der Region gesehen werden, die alle
gemeinsam eine Migrationssperre für die flüchtenden Menschen aus Mittelamerika bilden. Die zynische Aneignung
des Namens „Maya“ fasst die Brutalität des Projektes zusammen: „Maya“ bleibt als Tourismusattraktion und
Restaurantkette, während die wahre Geschichte, Kultur, Lebensweise und (vor allem) die Maya-Bevölkerung selbst
durch Geldgier korrupter Eliten und die Privatwirtschaft eines globalen Kapitalismus ausgelöscht wird. Es zeugt
daher nur von Traditionsbewusstsein, wenn die Deutsche Bahn vorne mit dabei ist, doch beharrlich über ihr
Mitwirken schweigt. Viele weitere europäische Unternehmen (u,a. Renfe, Ineco, Alstom) sind am Projekt beteiligt.
Dabei geht es nicht – nie und auch nicht am 30.10. – „nur“ um diese wenigen Konzerne oder um den einen Tren
„Maya“, von dem es Tausende gibt. Es geht um das System eines kolonialen Kapitalismus, der durch seine Profitgier
alles Schöne auf dieser Welt beerdigt. Daher: Von Chiapas bis Kurdistan, von Lützerath bis Kolumbien –
Alle Gemeinsam gegen den Kapitalismus, beruhend auf Patriarchat, Rassismus und Kolonialismus.
Alle Gemeinsam am globalen Aktionstag am 30.10. gegen die DB’s dieser Welt!
Organisiert wird der dezentrale Aktionstag in mehreren Ländern (geplant u.a. in Mexiko, Spanien,
Frankreich, Deutschland). Informiert euch über die Aktionen in eurer Nähe oder plant eine eigene Aktion.
Alles ist möglich.
Bisherige Orte & Termine in den verschiedenen Regionen: https://www.ya-basta-netz.org/termine/
Die Recherche-Ag ist Autorin* des Reports „Tren ‘Maya’ Made in Germany – Die Deutsche Bahn und der Zug
der Zerstörung“ Recherche: https://www.ya-basta-netz.org/tren-maya-made-in-germany/
Kontakt: recherche-ag@riseup.net
#NoAlTrenMaya #TrenMayaStoppen
#UnternehmenHaftbarMachen #KeinWohlstandDurchAusbeutung Deutsch unten // English below // Li jêr Kurd // Aşağıdaki Türkçede
Convocatoria /Aufruf/ Call for Action – 30.10.2021, 10h (Mexiko), 16h (Central-Europe)
Sources wenn gut:
(1) „Die Deutsche Reichsbahn und der Holocaust“, in: Kinofenster (Bundeszentrale für politische Bildung), (9. November
2006), [zuletzt aufgerufen am 10.10.2021]. https://www.kinofenster.de/filme/archiv-film-des-monats/kf0611/die_deutsche_reichsbahn_und_der_holocaust/
Thoralf Cleven: „Bahn soll Holocaust-Opfer entschädigen: Linke, Grüne und FDP unterstützen Vorstoß“, in: RND
(Redaktionsnetzwerk Deutschland), (25. Januar 2021), [zuletzt aufgerufen am 10.10.2021].
https://www.rnd.de/politik/bahn-soll-holocaust-opfer-entschadigen-linke-grune-und-fdp-unterstutzen-vorstoss-KI6WI644UZD2XH3FDAFHOQ7TRI.html
(2) „Die Schenker-Verbrechen: Schenker & Co.: Hehler, Räuber, Mordbeihelfer“, in: Zug der Erinnerung. Ein Bund der
Generationen, (aktualisiert am 10. Oktober 2021), [zuletzt aufgerufen am 10.10.2021]. http://www.zug-der-erinnerung.eu/aktuell20210123.html
(3)DeCOALonize Europe: „Still Burning“ – Vom Kampf gegen die Steinkohle.
https://decoalonize-europe.net/wp-content/uploads/2019/09/Still-Burning.pdf
Weitere Informationen
Luisa von Richthofen, Grzegorz Szymanowski: „Sinti und Roma bangen um Denkmal“, in: Deutsche Welle (1. August
2018), [zuletzt aufgerufen am 10.10.2021]. https://www.dw.com/de/sinti-und-roma-bangen-um-denkmal/a-54392684
„Protest gegen DB Schenker in Hannover: „Delivering Solutions“, in: ANF News (28. Mai 2021), [zuletzt aufgerufen
am 10.10.2021]. https://anfdeutsch.com/aktuelles/protest-gegen-db-schenker-in-hannover-delivering-solutions-26456
„Achtung der Menschenrechte. Eine Kurzbewertung der größten deutschen Unternehmen“, Studie der ZHAW School of
Managment und dem Business & Human Rights Resource Centre. https://media.business-humanrights.org/media/documents/files/Achtung_der_Menschenrechte_PUBLIC.pdf